Klimawandelanpassungsmaßnahmen im Gebäudebestand der EKBO

18.03.2025

Newsletter März 2025

Giancarlo Walter

Die Region Berlin-Brandenburg ist zunehmend von den Folgen des Klimawandels betroffen. Höhere Temperaturen, längere Trockenperioden und Starkregenereignisse erfordern gezielte Anpassungsmaßnahmen im Gebäudebestand, um die Lebensqualität zu erhalten und Schäden zu minimieren.

Zu den Maßnahmen zum Schutz vor Hitzestress gehören Verschattungseinrichtungen, die Dämmung der Gebäudehülle und der Einsatz von reflektierenden Materialien, um die Aufheizung des Gebäudes zu reduzieren. Gebäude können aktiv durch Begrünungsmaßnahmen (Verdunstung) oder die Ableitung des Wärmeüberschusses in den Erdboden (Erdwärmepumpen) gekühlt werden. Auch nachhaltige Baumaterialien können zu einem besseren Raumklima beitragen.

Das Überschwemmungsrisiko in Folge von Starkregenereignissen kann durch den verzögerten Abfluss des Niederschlags (Gründach), Versickerung (Entsiegelung) und/oder durch Speicherung (Zisterne) gesenkt werden. Das in Zisternen gespeicherte Wasser kann in Trockenphasen zur Bewässerung von Außenanlagen genutzt werden.

Begrünung von Gebäuden

Begrünte Dächer und Fassaden tragen zur Temperaturregulierung bei, indem sie als natürliche Wärmedämmung dienen und die Lufttemperatur lokal durch Evapotranspiration senken. Neben den positiven Effekten auf die Luftqualität und die Biodiversität wird Regenwasser gespeichert, bzw. verzögert abgegeben.

Verbesserung der Energieeffizienz

Eine bessere Dämmung von Fassaden und Dächern, der Einsatz von hellen Fassadenfarben und reflektierenden Dächern und intelligenten Beschattungssystemen, wie außenliegenden Jalousien oder Sonnenschutzfolien reduzieren die Aufheizung der Gebäude. Entsprechend sinken der Energiebedarf und die Kosten für eine Klimatisierung.

Regenwassermanagement

Durch Entsiegelung und den Einsatz wasserdurchlässiger Bodenbeläge kann mehr Wasser vor Ort versickern. Zisternen und begrünte Retentionsdächer helfen, Regenwasser kontrolliert zu speichern und abzuleiten. Hauseigentümer können durch den Nachweis von Regenwasserspeichern wie Zisternen oder Retentionsdächern Abwassergebühren senken. Kommunale Regelungen ermöglichen es, versickerndes oder genutztes Regenwasser von der Berechnung der Abwassergebühren auszunehmen. Der Nachweis erfolgt in der Regel durch technische Dokumentationen oder behördliche Anträge.

Diese Maßnahmen reduzieren die Überlastung der Kanalisation und damit die Einleitung ungeklärten Abwassers in die Vorfluter und die Betriebskosten.

Heizen und kühlen mit Geothermie

Mit Erdwärmepumpen kann ein Gebäude nicht nur im Winter beheizt, sondern auch im Sommer gekühlt werden. Dazu wird ohne Einsatz des Kompressors die Heizungspumpe weiter betrieben. Das etwa 10°C kalte Solewasser liefert genug „Kälte“ um das Gebäude zu temperieren. Da nur 2 kleine Umwälzpumpen dafür laufen müssen, ist die Kälte nahezu kostenlos verfügbar. Über die Heizflächen wird so dem Raum Wärme entzogen und in den Erdboden abgeleitet.

Ökologische Baustoffe

Der Einsatz von Holz, Lehm und Recycling-Baustoffen trägt zur CO₂e-Reduktion bei und verbessert das Raumklima: Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit und speichert Wärme, Holz wirkt als natürlicher Feuchtigkeitsregulator, Hanf dient als nachhaltiger Dämmstoff mit hoher Wärmespeicherfähigkeit, Kalkputz verbessert die Luftqualität, Zellulose-Dämmung ist atmungsaktiv und Kork bietet eine schadstofffreie Dämmung.

 

Der Klimawandel ist bereits soweit fortgeschritten, dass einige Folgeerscheinungen nicht mehr vermeidbar sind und jedes Jahr stärker in Erscheinung treten. Eine Trendwende ist mittelfristig nicht absehbar. Insbesondere langfristig kirchlich genutzte Gebäude und intensiv genutzte Gebäude wie Kindergärten oder Pflegeeinrichtungen sollten baulich an Klimawandelfolgen angepasst werden, um die Nutzbarkeit und den wirtschaftlichen Betrieb zu sichern und Schäden an der Bausubstanz vorzubeugen.

Durch weiterführende/kontinuierliche/beständige Maßnahmen zum Klimaschutz, können wir gemeinsam daran arbeiten die globale Erwärmung und die Klimawandelfolgen zu begrenzen und unserer Schöpfungsverantwortung nachzukommen.

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