18.03.2025
Newsletter März 2025
„Diesen Tag, Herr, leg ich zurück in deine Hände, denn du gabst ihn mir.“ Dies ist eine Liedzeile eines Liedes im Singt Jubilate-Gesangbuch. Es gehört zu den Abendliedern, mit denen sich ein Tag gut beschließen lässt. Was schön war an dem Tag, was mich bedrückt hat, lege ich in Gottes Hände. All meine Unruhe und Angst angesichts der Weltlage lege ich in Gottes Hände, die Sorgen vor der Zukunft der Menschen in der Ukraine, die Sorgen um Freunde in den USA, die keinen US-amerikanischen Pass haben, Sorgen um unsere Jugendlichen, die in dieser Welt groß werden.
Diese Zeiten jetzt brauchen besondere Aufmerksamkeiten, auch um nicht irre zu werden.
Mir hilft diese Liedzeile, die ein Gebet ist: Diesen Tag, Gott, lege ich zurück in deine Hände. Nimm auch alle Sorgen und Angst vor der Zukunft, damit ich ruhig schlafen kann. Morgen geht es dann weiter.
„Diesen Tag, Herr, leg ich zurück in deine Hände, denn du gabst ihn mir.“ Und dann denke ich an die schönen Momente des Tages, und wenn mir nur zwei Dinge einfallen, dann ist es schon gut. Auch diese Momente lege ich in Gottes Hände zurück.
Ich glaube, es lebt sich anders, wenn ich jeden Tag als ein Geschenk Gottes betrachte, wenn ich die Schönheit dieses Geschenks entdecke, die Schönheit des Tags heute. Vermutlich macht es einen Menschen aus widerstandsfähiger gegenüber den Sorgen und der Angst dieser Zeit.
„Diesen Tag, Herr, leg ich zurück in deine Hände, denn du gabst ihn mir.“ Dies ist eine Grundhaltung im Leben, die ich immer wieder einübe (und oft genug auch wieder vergesse). Die Passionszeit ist in diesem Jahr eine gute Gelegenheit, mich einzuüben.
Barbara Neubert ist Referentin für den Kirchlichen Entwicklungsdienst der EKBO im Berliner Missionswerk.